Die Lohan Form mit 66 Bewegungen

Die Shaolin Lohan Form stammt aus den frühen Jahren der Shaolin-Tempel Kampfkunst. Sie gehört zu den zehn ältesten und berühmtesten Handformen der Shaolintradition.Das Shaolin Wushu besticht durch seine charakteristischen klaren Bewegungen.Die Bewegungslehre zeigt gradlinige und viele abwechslungsreiche Techniken, die Körper und Geist positiv beeinflussen. Die große Vielfalt an Bewegungen entwickelt Muskelkraft, Schnelligkeit, Flexibilität und stärkt die Funktion der inneren Organe.

Kung Fu ist der beste Weg, um das Selbstbewusstsein zu stärken und Ohnmachtserfahrungen in Kraft umzuwandeln. Der Praktizierende gewinnt an Stärke, Wachheit und Lebendigkeit. Kung Fu hilft, aus den eigenen begrenzten Mustern herauszutreten. Wir lernen für uns selbst einzustehen . Im Alltag brauchen wir Willensstärke und klare Entscheidungen. Sich selbst schützen zu können, ist ebenfalls eine wichtige Fähigkeit . Diese innere Kraft zeigt sich schon beim Augenkontakt.

Kung Fu umfasst verschiedene Angriffs- und Abwehrtechniken, die mit großer Dynamik ausgeführt werden. Die Lohan Form wurde mir von meinem Meister Yu Chang Fu gelehrt . Jedes Jahr im Herbst zeigt er uns weitere Vertiefungen und Kampfkunstanwendungen dieser und anderer Shaolinformen.

 

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Lohan Shaolin Kung Fu -Tempelkampfkunst:

Lohan Quan bedeutet wörtlich übersetzt „Buddhistisches Heiliges Kung Fu“, auch bekannt als „Arhat-Boxen“. Es ist benannt nach den 18 Tempelwächtern .Luohan ist der älteste Stil der Shaolin Tempelkampfkunst. Die ursprünglichen Wurzeln des Lohan-Stil stammen aus den frühen Epochen der Shaolin Tempelkampfkunst.

Für wen ist Kung Fu geeignet?

Der Weg der Kampfkunst ist nicht nur für junge, sondern auch für ältere Menschen geeignet.
Denn durch das Training fühlen wir unsere Kraft wieder deutlicher – unsere Stärke und Enthusiasmus.
Wir fühlen uns lebendig und erreichen die Geschmeidigkeit und Beweglichkeit zurück, die uns vielleicht im Leben abhanden gekommen ist. Dadurch,das wir lernen, uns besser zu schützen, fühlen wir uns sicherer, wenn wir allein unterwegs sind.

Im jeden Fall fördern wir unsere Gesundheit.

Junge Menschen können eine große Geschicklichkeit entwickeln und sogar artistische Fertigkeiten aufbauen.

Viele verbinden die Kampfkünste nur mit Aggression und Brutalität. Dabei ist es
beim Wushu wichtig, die vorhandene Aggression zu
kanalisieren und den äußeren Kampf zu vermeiden. Es geht um das Entfalten des Selbst.

Als ich einen Workshop bei Meister Shen Xijing ,dem Meister der Tajidao Schule, besuchte, sagte er uns Lehrern: „Lasst die Kampfkünstler meditieren und die Menschen, die nur die Stille suchen, kämpfen. Nur dann
wird sich das Yin und Yang ausgleichen, weil unsere Natur ist, dass wir friedlich sind und
dass wir aggressiv sind. „

Tun wir das Zarte und Stille in uns ignorieren, werden wir unserem
Ego folgen – dem Abgetrenntsein von unserem Herzen und der Ignoranz in uns,sowohl anderen als uns selbst gegenüber. Tun wir das Aggressive in uns ignorieren, meiden wir die Durchsetzungskraft und Lebendigkeit in uns.Wir unterdrücken die nach außen tretende
Yang-Kraft in uns. Möglicherweise äußert sie sich dann in unkontrollierten Gefühlsausbrüchen oder beeinträchtigt die Gesundheit unserer Organe.

Kampfkunst soll mit der Schulung der Tugenden und des Herzens verbunden sein. So kann der Übende Stärke, Selbstbewusstsein und einen klaren Geist gewinnen.

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Über Shaolin Kung Fu

(entnommen aus: Shifu Yan Lei, Instant Health: The Shaolin, QiGong Workout for Longevity)

Qi Gong oder Shaolin?

Du brauchst beides. Qi Gong brauchst du, um die inneren Organe zu stärken und die Meridiane zu öffnen. Es verbessert die Vitalität und sammelt die Energie, indem es die Stoffwechselrate senkt. Qi Gong harmonisiert Yin und Yang in dir (Einatmen ist Yin und Ausatmen ist Yang, Ruhe ist Yin und Aktivität ist Yang usw.). Yin und Yang verändern sich ständig, und wir brauchen die Balance.

Kung Fu (Shaolin) schenkt dir Energie für deinen Geist und Körper und stärkt deinen Körper und deinen Kreislauf. Es sorgt für optimale Fitness. Es unterstützt die Muskelkraft und die Knochen, vor allem, wenn wir älter werden. Es gibt uns auch Zufriedenheit, eine größere Beweglichkeit und Fähigkeiten, von denen wir nicht dachten, dass wir diese hätten.

Wenn du schon ein regelmäßiges Fitnessprogramm hast, dann füge lieber Qi Gong dazu als Kung Fu. Bist du nach dem Tag abends müde und möchtest mal entspannen oder wenn du morgens nach dem Aufwachen müde bist, dann praktiziere Qi Gong. Wenn dir Energie fehlt, dann praktiziere Qi Gong. Oder wenn du Gewicht verlieren willst, und du es trotz Übungen und Diäten nicht schaffst, dann ist dein endokrines System (Hormonsystem) vermutlich aus der Balance und du produzierst zuviel Cortisol. Qi Gong kann da helfen, dies zu harmonisieren.

Wenn du schon älter bist und hast dich lange Zeit nicht bewegt, dann beginne mit Qi Gong. Später kannst du anstrengendere Übungen dazunehmen.

Es ist auch sehr hilfreich während der Schwangerschaft oder wenn du Kraft brauchst, weil du kleine Kinder hast. Es hilft aber auch, wenn du die ersten Zeichen von Alter im Gesicht und am Körper entdeckst. Qi Gong wird in China als Geheimnis für Jugend und Lebensverlängerung betrachtet.

Qi Gong

  • normalisiert den Blutdruck.
  • reduziert die Stresshormone im Blut.
  • reduziert das biologische Alter.
  • reduziert die Abnutzungserscheinungen im Körper.
  • verhilft zu einem gesunden Schlaf.
  • erhöht die Lebenserwartung.
  • stärkt das Immunsystem.
  • erhöht das Gefühl von innerem Frieden und Wohlbefinden.

Wenn du am Abend nach dem Tag etwas brauchst, um deine Energie loszuwerden, dann solltest du lieber Kung Fu praktizieren. Dies ist auch zu empfehlen, wenn du den ganzen Tag eine sitzende Tätigkeit ausübst und du ein gutes Kreislauftraining brauchst.

„Ein Jugendlicher absolviert etwa 95 % äußerliches [Kung Fu] und 5 % innerliches [Qi Gong] Training. Das bedeutet, wenn er/sie eine Stunde lang trainiert, stellt Kung Fu den überwiegenden Teil des Trainings dar. Ein Sechzigjähriger praktiziert etwa 70 % innerliches und 30 % äußerliches Training, abhängig von seinem Fittnesszustand. D. h., wenn er eine Stunde lang trainiert, praktiziert er 42 Minuten innerliches und 18 Minuten äußerliches Training. Oder, anders ausgedrückt, widmet er bei drei Trainingstagen in der Woche zwei Tage dem Qi Gong und einen Tag dem Kung Fu. Bei steigender Fitness kann sich das prozentuale Verhältnis ändern.“