Shaolin Kung Fu – die Tempelkampfkunst

Das Shaolin Kung Fu besticht durch seine charakteristischen klaren Bewegungen. Die Bewegungslehre zeigt gradlinige und viele abwechslungsreiche Techniken, die Körper und Geist positiv beeinflussen. Die große Vielfalt an Bewegungen entwickelt Muskelkraft, Schnelligkeit, Flexibilität und stärkt die Funktion der inneren Organe.

Kung Fu ist der beste Weg, um das Selbstbewusstsein zu stärken und Ohnmachtserfahrungen in Kraft umzuwandeln. Der Praktizierende gewinnt an Stärke, Wachheit und Lebendigkeit. Kung Fu hilft, aus den eigenen begrenzten Mustern herauszutreten. Wir lernen für uns selbst einzustehen. Im Alltag brauchen wir Willensstärke und klare Entscheidungen. Sich selbst schützen zu können, ist ebenfalls eine wichtige Fähigkeit. Diese innere Kraft zeigt sich schon beim Augenkontakt.

Kung Fu umfasst verschiedene Angriffs- und Abwehrtechniken, die mit großer Dynamik ausgeführt werden. Die verschiedenen Formen wurden mir von meinem Meister Yu Chang Fu gelehrt. Jedes Jahr im Herbst zeigt er weitere Vertiefungen und Kampfkunstanwendungen.

Was ist Shaolin Kung Fu?

Damit werden die Kampfkunststile benannt, die auf das buddhistische Kloster am Berg Songshan in der Provinz Henan in China zurück gehen. Shaolin heißt übersetzt kleiner Wald.
Kung Fu bezeichnet die Fähigkeiten, die man sich durch langes geduldiges Üben erarbeitet hat. Das Kung Fu dient nicht nur der Selbstverteidigung, sondern vor allem der Verbesserung der Gesundheit.  Ursprünglich dienten die Übungen zur Gesunderhaltung und zur Selbstverteidigung der Mönche. Es zeigt Bewegungsformen mit Tritten, Sprüngen, Schlägen und Hebeltechniken. Jede Bewegung zeigt verschiedene Möglichkeiten der Verteidigung und des Angriffs. Es gibt Hand- und Waffenformen. Es umfasst auch Meditationstechniken, die zur Schulung des Geistes genutzt werden. Es ist eine Methode, um eine gute Körperbeherrschung und Flexibilität zu erreichen.

Für wen ist Kung Fu geeignet?

Der Weg der Kampfkunst ist für junge, aber auch für ältere Menschen geeignet.
Durch das Training kommen wir mit unserer körperlichen Stärke und mit der Vitalität in uns in Kontakt.
Wir finden zur Geschmeidigkeit und Beweglichkeit zurück, die uns im Leben durch Stress abhandengekommen ist. Wir werden durchlässiger, wacher und konzentrierter. Der Geist ist wach, der Körper vital und die Seele ausgeglichen. Kung Fu und Meditation ist eine wichtige Kombination, um innere Ruhe zu erreichen, körperliche Stärke und Ausdauer aufzubauen.

Beim Üben einer Kampfkunst geht es nicht um Gewalt oder um Aggression. Vielmehr geht es beim Kung Fu darum, die vorhandene Aggression zu
kanalisieren, den äußeren Kampf zu vermeiden und sein Selbst zu entfalten und zu vervollkommnen.

Meister Shen Xijing, der Meister der Tajidao Schule sagte zu uns Lehrern:

„Lasst die Kampfkünstler meditieren und die Menschen, die nur die Stille suchen, kämpfen. Nur dann wird sich das Yin und Yang ausgleichen, weil unsere Natur ist, dass wir friedlich sind und dass wir aggressiv sind.“

Tun wir das Zarte und Stille in uns ignorieren, werden wir unserem
Ego folgen – dem Abgetrennt sein von unserem Herzen. Tun wir das Aggressive in uns ignorieren, meiden wir die Durchsetzungskraft und Lebendigkeit in uns und unterdrücken eine starke Kraft in uns, die sich dann einen ungesunden Weg sucht, wie unkontrollierte Emotionen oder Beeinträchtigung der Organfunktionen.

Kampfkunst soll mit der Schulung der Tugenden und des Herzens verbunden sein. So kann der Übende Stärke, Selbstbewusstsein und einen klaren Geist gewinnen. Shaolin Kung Fu verbindet Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Geschwindigkeit miteinander. Es gibt dir Energie für deinen Körper und stärkt deinen Geist und sorgt für optimale Fitness. Es unterstützt die Muskelkraft und die Knochen, vor allem, wenn wir älter werden, und schenkt uns auch Zufriedenheit und eine größere Beweglichkeit. Es ist eine Balance zwischen physischer Kraft und innerer Stärke.

 Shaolin Kung Fu zeigt folgende positive Wirkungen:

  • reduziert die Stresshormone im Blut
  • reduziert das biologische Alter
  • reduziert die Abnutzungserscheinungen im Körper
  • verhilft zu einem gesunden Schlaf
  • erhöht die Lebenserwartung
  • stärkt das Immunsystem
  • hilft bei Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen
  • erhöht das Gefühl von innerem Frieden und Wohlbefinden
  • gibt Beweglichkeit und Elastizität
  • verhilft zu einer gesunde Körperhaltung
  • Verbessert die Koordination
  • Erhöht die Reaktionsfähigkeit
  • Sorgt für eine tiefere Atmung
  • Hat einen positiven Einfluss bei Herz, Kreislauf Erkrankungen
  • Erhöht die Konzentrationsfähigkeit
  • Verbessert das Lernvermögen
  • Gibt ein deutlicheres Körperbewusstsein
  • Fördert das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl
  • das Sicherheitsgefühl nimmt zu

Folgende Formen, die von meinem chinesischen Meister Yu Chang Fu gelehrt bekommen habe, können sie hier erlernen:

Shaolin Kung Fu -Tempelkampfkunst – die Formen:

Lohan Form mit 66 Bewegungen
Lohan Quan bedeutet wörtlich übersetzt „Buddhistisches Heiliges Kung Fu“, auch bekannt als „Arhat-Boxen“. Es ist benannt nach den 18 Tempelwächtern. Lohan ist der älteste Stil der Shaolin Tempel Kampfkunst.
Die Shaolin Lohan Form stammt aus den frühen Epochen der Shaolin-Tempel Kampfkunst. Sie gehört zu den zehn ältesten und berühmtesten Handformen der Shaolin Tradition.

Jin Gang – Diamanten Form- „Der Wächter vor dem Tempeleingang“
eine sehr berühmte klassische Shaolin Form, dynamisch und anspruchsvoll

Wu Bu Quan Form -Die 5 Stände / Basis -Form
Sie ist eine sehr schöne elegante kurze Form, die oft als Einstiegsform gewählt wird, weil sie die fünf Basisstände zeigt, die jeder Schüler erlernen darf.

(Pferdestellung „Ma Bu“ Drachenstellung „Gong Bu“, Katzenstellung „ Xu Bu“, Scherenstellung „ Xie Bu“, tiefe gehockte Stellung „ Pu Bu“)

 

 

Stimmen:


„Ich übe Kung Fu, um den Alltag auf die Seite zu schieben und sich auf sich selbst zu konzentrieren und um den Körper und den Geist zu trainieren“

Eva aus Landau


Kung Fu ist für mich ein Ausgleich zum Arbeitsstress. Vom Chi Level ein Gegenstück zum Krafttraining und Bogensport. Es fördert das Selbstbewusstsein und wirkt sich positiv auf Körper, Geist und Seele aus. Ich belächele jetzt vieles, was mich vorher aufgeregt hat.

Nur, wenn ich mich jetzt doch über jemanden/ etwas aufrege, dann….“

Lutz aus Landau


„Warum ich dabei bin:
Einerseits, weil ich tatsächlich in meinem Leben schon in Situationen war, in denen ich körperlich bedroht wurde und ich in Zukunft darauf vorbereitet sein will. Es ist gut zu wissen, dass man sich vor einem Schläger nicht fürchten muss.
Der andere Grund war mein Wunsch mehr Bewegung zu machen. Nach meinen diversen Rückschlägen musste ich feststellen, dass meine körperliche Leistungsfähigkeit sowie meine Beweglichkeit massiv nachgelassen hat. Regelmäßiges Training hilft mir das zu bekämpfen. Erfolgreich.
Bonus ist die kleine, harmonische Gruppe mit der zu trainieren richtig Spaß macht.“

Carsten aus Annweiler


„Was mir an Kung Fu gefällt?
Kung Fu fasziniert mich, weil es ganzheitlich Körper und Geist und damit Persönlichkeit und
Ausstrahlung trainiert und mit dem wunderschönen, bildhaften Naturverständnis des Alten China
verbunden ist.
Kung Fu ist für mich z.B.: Achtsamkeit, Beobachtungsgabe, Rücksichtnahme, Geduld, Kon-zentration,
Schnelligkeit, Beweglichkeit, Anspannen und Entspannen, Körperbewusstsein, Gleichge-wichtssinn,
Dynamik, Zielen und Treffen, tänzerische Eleganz und bombensicherer Stand, Leichtigkeit, gezielte
und dosierte Kraft, Vorstellungsvermögen, denn die Bewegungen richten sich meistens nach denen
eines nur gedachten Partners, und vieles mehr.
Was ich speziell an Johannas Training so schätze:
Ihr Unterricht ist kompetent, emphatisch und grundsätzlich positiv motivierend, kein stumpfsinniger
Drill, sondern fröhlich und immer mit Rücksicht auf die „Schwächeren“. Anfangs hat mich das Tragen
von Schmuck von Lehrerin und Schülern etwas irritiert, das kannte ich von anderen Kung Fu – Stilen
„Hau Ruck – ich haue Dir ein Paar aufs Maul“ – nicht, aber inzwischen weiß ich es zu schät-zen. Es
erspart blaue Flecken und Bänderrisse.
Johanna ist liebenswürdig, unendlich geduldig und immer wieder bereit, uns allen, die wir etwas
nicht verstehen oder wenn doch, es wieder vergessen haben, es immer wieder von Neuem zu
vermitteln.
Witzig ist, dass man im Kung Fu mit viel Ausdauer und Sorgfalt eine Kampfkunst mit dem Ziel
trainiert, sie nicht anwenden zu müssen. Den letztendlich führt bewusstes Kung Fu zu einer
realistischen Selbsteinschätzung und einem positiven Selbstbewusstsein, wodurch sich Kon-flikte eher
lösen bzw. vermeiden lassen als durch Aggression und Selbstüberschätzung. Am besten da-zu gefällt
mir immer noch die chinesische Parabel, in der ein Schüler unbedingt von einem großen Kung Fu
Meister unterrichtet werden will. Der lässt ihn dann bis zur Vergasung den Hof kehren. Nach einigen
Jahren fragt der Schüler nach, ob er jetzt endlich Unterricht bekommen könnte. Der Meister lässt ihn
aber noch einige Jahre weiterkehren. Schließlich, als der Schüler nach sorgfältig erlangter
Hofkehrkunst nachhakt, ob er jetzt endlich Unterricht bekommen könnte, entlässt ihn der Meister
mit den Worten, er könne ihm jetzt nichts mehr beibringen. Tja, that’s Kung Fu.“

Eva aus Schweigen – Rechtenbach


„Ich mache Shaolin, weil es mir hilft, Körper und Geist ins Lot zu bringen.
Die meditativen Übungen bauen Stress ab und bringen Bodenhaftung, die
Kampfübungen stärken den Körper, geben Energie und Selbstvertrauen.

Robert aus Landau